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Dienstag, 19. Oktober 2010, 19.30 Uhr

VINCENT ROYER, Viola (Köln)

Städtische Museen Heilbronn

Werke von Horatiu Radulescu, Giacinto Scelsi, György Ligeti und Hermann Große-Schware

Vincent Royer wurde in Strasbourg (Frankreich) geboren. Nach dem Abschluss des Conservatoire National de Région de Strasbourg studierte er in Deutschland bei Ulrich Koch (Freiburg) und in der Meisterklasse von Rainer Moog (Köln). Als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie trat er zwischen 1984 und 1988 regelmäßig als Solobratscher auf. 1988 wurde Royer erster Bratschist des Ensemble Köln und nahm an zahlreichen Festivals für Neue Musik teil. 1989 gründete er die Gruppe Alea, ein Ensemble für Improvisation und kollektive Komposition. 1990 begann die künstlerische Zusammenarbeit mit dem Komponisten Horatiu Radulescu, dessen Solo-Stück "Das Andere" Vincent Royer in Frankreich, Deutschland und Brasilien ur- und erstaufführte. Seit 1990 ist er Mitglied des Gürzenich-Orchester Kölner Philharmoniker. Von 1990 bis 1994 war Royer Bratschist des Gürzenichquartetts. Vincent Royer unterrichtet Kammermusik am "Conservatoire Royal de Liège".

Programm Royer

Besprechung Royer HSt 21.10.10


Sonntag, 28. November 2010, 18 Uhr

TRIO CORIOLIS (München)

Städtische Museen Heilbronn

Werke Streichtrio von GIDEON KLEIN, ART-OLIVER SIMON (UA), NIKOLAUS BRASS und ARNOLD SCHÖNBERG

Drei außerordentliche Musiker haben sich im Streichtrio gefunden: Michaela Buchholz (Violine), Klaus-Peter Werani (Viola) und Hanno Simons (Violoncello) präsentieren Interpretationen, welche sie aus drei verschiedenen Perspektiven gemeinsam erarbeitet haben. Die Corioliskraft ist Bild für die Summe der Energie, welche jeder dieser eigenen Sichten innewohnt. Nicht nur im Ensemble, sondern auch innerhalb der Geschichte des Streichtrios lassen sich die drei Musiker auf völlig verschiedene Standpunkte und ästhetische Konzepte ein: sie reichen von Mozart bis Schönberg und Schubert bis Zimmermann. Alle drei Musiker sind durch ihre Ausbildung und ihren Werdegang sowohl in alter als auch in neuester Musik zu Hause. Bei äußerst renommierten Künstlerpersönlichkeiten (Uwe Haiberg, Ulf Hoelscher, Kurt Guntner, Walter Nothas und Martin Ostertag) an den Musikhochschulen in Wien, Lübeck, Karlsruhe und München ausgebildet, hatten sie in ihrem bisherigen Berufsleben schon verschiedenste Stationen eines intensiven Konzertlebens durchlaufen (Sinfonieorchester des SWR Baden-Baden und Freiburg, MusikFabrik NRW, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg). Ihre professionelle Laufbahn führte sie in München zusammen, wo sich das Trio Coriolis vor inzwischen zehn Jahren gründete. Aktuell ist Michaela Buchholz Geigerin im Münchener Kammerorchester, Klaus-Peter Werani und Hanno Simons sind beide Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. (www.triocoriolis.de)

Programm triocoriolis

Kritik Trio Coriolis 1.12.10


Samstag, 22. Januar 2011, 19.30 Uhr

ANNE-MARIA HÖLSCHER, Akkordeon (Stuttgart)

Städtische Museen Heilbronn

Werke u. a. von Toshio Hosokawa, Luciano Berio, John Cage und Magnus Lindberg

Anne-Maria Hölscher, geboren 1979 in Weimar, erhielt ihre schulische und musikalische Ausbildung am Musikgymnasium Belvedere in Weimar (Akkordeonklasse Claudia Buder). Ihr anschließendes Studium bei Hugo Noth in Trossingen beendete sie mit dem Solistenexamen. 2001/2002 studierte sie als DAAD-Stipendiatin bei Joseph Macerollo an der University of Toronto in Kanada. Als Kammermusikerin und Solistin war sie Gast renommierter Festivals, u.a. der Schwetzinger Festspiele, Wittener Tage für Neue Kammermusik, des Eclat-Festivals für Neue Musik Stuttgart, der Weingartner Musiktage Junger Künstler und des Podiums RSO-Kammerkonzerte mit Mitgliedern des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR. Anne-Maria Hölscher konzertiert regelmäßig mit Ensembles für zeitgenössische Musik wie dem KlangForum Heidelberg, ascolta (Stuttgart), Ensemble Aventure (Freiburg) und dem Collegium Novum Zürich. Darüber hinaus wirkt sie mit bei Projekten des Radiosinfonieorchesters Stuttgart, der Staatsoper Stuttgart, des Nationaltheaters Mannheim, der Bochumer Symphoniker und anderer Orchester. Anne-Maria Hölscher spielte u.a. Uraufführungen von Klaus Huber, Johannes Kalitzke und Cornelius Schwehr. Aufnahmen liegen beim Südwestrundfunk und beim Hessischen Rundfunk vor.

Programm Hölscher

Kritik Hölscher 26.1.11


Samstag, 2. April 2011, 19.30 Uhr

NANNA KOCH, Violine (Heilbronn)

Städtische Museen Heilbronn

Werke von PETER SCULTHORPE, MANFRED WEISS, ERNST HELMUTH FLAMMER
und BÉLA BARTÓK

Nanna Koch wurde in Kaiserslautern geboren. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht am Pfälzischen Konservatorium Kaiserslautern, bald darauf auch Violinunterricht. Nach dem Abitur studierte sie zunächst die Hauptfächer Klavier (bei Jean Micault) und Violine (bei Henri Lewkowicz) an der Musikhochschule Saarbrücken, entschied sich dann aber zugunsten der Violine und setzte ihre Studien bei Wolfgang Schneiderhan an der Musikhochschule Wien (Diplom mit Auszeichnung 1986) und bei Dorothy DeLay an der Juilliard School (Advanced Certificate 1990) fort. Im Rahmen eines Stipendiums der Herbert von Karajan-Stiftung absolvierte sie 1987- 1989 ein Praktikum beim Berliner Philharmonischen Orchester. In dieser Zeit musizierte sie regelmäßig als Aushilfe unter der Leitung von Herbert von Karajan, Claudio Abbado, Lorin Maazel, Seiji Ozawa u.a.
1991-1992 war Nanna Koch dritte Konzertmeisterin beim Philharmonischen Orchester Kopenhagen. Hier gab sie 1992 ihr Debüt mit dem Violinkonzert von Brahms unter der Leitung von Frans Rasmussen.
1992 übernahm sie die Position der stellvertretenden Konzertmeisterin des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. Als Stipendiatin der Herbert von Karajan-Stiftung, der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Internationalen Rotary-Stiftung Evanston, Illinois, und der Ida & Albert Flersheim-Stiftung Luzern, sowie als Preisträgerin der internationalen Wettbewerbe Città di Stresa und Rodolfo Lipizer wurde Nanna Koch zu Festivals in Europa und USA eingeladen (Internationale Musikfestwochen Luzern, Schleswig-Holstein-Festival, Primavera Musicale di Vercelli, Bar Harbor Festival, Maine, Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin). Ihr Engagement für zeitgenössische Musik wurde 2008 mit dem Preis des Förderkreises für Neue Musik Heilbronn e.V. ausgezeichnet. Neben ihrer Tätigkeit beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn schloss Nanna Koch im Frühjahr 2002 das Studium der Germanistik und Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg mit der Promotion bei Prof. Silke Leopold ab. Ihre Dissertation „Konzertante Kuriositäten“ über Quintette von Domenico Dragonetti (1763-1846) ist bei Peter Lang erschienen, zugehörige praktische Ausgaben bei Doblinger.

Programm Koch

Kritik Koch HSt 6.4.11